Stiftung

Die TafelKulturStiftung wurde vom Verein zur Förderung der Tafelkultur e. V. 1995 errichtet zur Verwaltung seines seit 1988 wachsenden Vermögens und für die zukünftige Finanzierung der Wiedereinrichtung des Deutschen Museums für Kochkunst und Tafelwesen in Frankfurt am Main.

Hierfür sind geeignete Räumlichkeiten notwendig, die durch ihren Standort im Bereich der Frankfurter Museen für ein breites Publikum interessant sind, solange das historische Museumsgebäude in der Windmühlstr. 1 noch nicht wieder zur Verfügung steht.
Die vorhandenen Depoträume sind für Ausstellungen und Veranstaltungen nicht geeignet.

In Aussicht gestellt ist ein Gebäude in der Großen Rittergasse 88. Dieses muss vorher jedoch einer umfangreichen Sanierung unterzogen werden, damit die dortigen Räume für den Museumszweck und die geplanten Aktivitäten verwendbar werden. Dies ist zugleich ein wichtiger Beitrag für die Revitalisierung Alt – Sachsenhausens.

Ein unschätzbarer Vorteil des Standortes Große Rittergasse ist die Lage in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bergius Berufsschule, mit der es sich anbietet, vielfältige, gemeinsame Veranstaltungen zu organisieren und wertvolle Synergien zu schaffen.

Es stehen noch viele Bemühungen an, um das geplante Kochkunstmuseum der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen zu können. Dazu gilt es, alle Freunde der Tafelkultur und des fehlenden Museums zusammenzuführen und als Förderer zu gewinnen.

Die bereits beachtliche Sammlung von Kochgeräten, die vielschichtige Bibliothek mit ca. 12.000 Titeln zu allen Aspekten der Tafelkultur, über 90 handschriftliche Kochbücher aus drei Jahrhunderten sowie ein komplexes, gastronomisches Archiv, wurden bisher durch Spenden zusammengetragen.

Die Stiftung hat über einen Dauerleihgabevertrag ihre Bibliotheks-, Menükarten- und Archiv- Bestände in die konservatorische Obhut der Johann Christian Senckenberg Bibliothek der Goethe-Universität in Frankfurt am Main überführt.

Wenn man bedenkt, dass die Gastronomie, einbezogen auch alle ihre Zulieferer, die Branche mit der bundesweit größten Arbeitsplatzzahl der privaten Wirtschaft ist und diese, unter dem Überbegriff der Tafelkultur zusammengefasst, hier ihre museale Darstellung findet und zugleich ihre Leistungsfähigkeit herausstellen kann, wird es um so verständlicher, wie dringend erforderlich die Wiedereinrichtung des ehemaligen Kochkunstmuseums ist.

Neben der Zurverfügungstellung von Informationen und den Anregungen beruflich, wie privat Interessierter, sich mit allen Aspekten der Tafelkultur zu beschäftigen, fördert die Stiftung auch das Bewusstsein und das Verständnis der breiten Bevölkerung, dass das Wohlbefinden eines jeden Menschen von gesunder Ernährung abhängt und zugleich wichtige Voraussetzung für die Lebensqualität ist.

Das andere dringende Anliegen der Stiftung ist die Einrichtung einer geisteswissenschaftlichen, interdisziplinären Professur für Tafelkultur an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, um Forschung und Lehre für dieses im zentralen Interesse aller Menschen stehende Thema zu gewährleisten.

Die Tafelkultur-Stiftung wird sich in Zukunft auch weiterhin der Förderung von Kunst und Kultur widmen, soweit sie unter dem Begriff Tafelkultur einzuordnen sind.